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  • Warum wiegst du dich…

    „Warum wiegst du dich, o Wald,
    Ohne Regen, ohne Wind,
    Am Boden deine Zweige sind?“

    „Warum sollte ich’s nicht tun,
    Wenn die Zeit mir endet nun!
    Tag wird wen’ger, die Nacht wächst,
    Ohne Laub bald mein Geäst.
    Blätter, die im Winde stieben –
    Die kleinen Sänger mir vertrieben;
    Es braust der Wind her von der Seit –
    Der Winter nah, der Sommer weit.
    Warum sollt ich mich nicht wiegen,
    Wenn die Vögel mir entfliegen!
    Über meine Wipfel hin
    Seh Schwalben ich in Scharen ziehn,
    Gedanken auch aus meinem Sinn
    Und mein Glück mit ihnen fliehn.
    Endlos hin zieht ihre Front,
    Dunkelnd weit den Horizont,
    Ziehn dahin wie flücht’ger Tag,
    Rauschend geht ihr Flügelschlag,
    Und sie lassen mich allein,
    Fühllos und zerstört und klein –
    Im Herzen einsam-traurig Lieb
    Ist nun alles, was mir blieb!“

     

    Traducere de Alfred W. Tüting