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  • O bitte bleibe…

    „O bitte bleibe, bleib doch bei mir,
    Knabe, o wie lieb ich dich !
    Deiner Sehnsucht, deinen Träumen
    Weiß zu lauschen doch nur ich;

    In dem Dämmer meiner Schatten
    Gleichst du einem Königskind,
    Wenn dein Aug verständig-dunkel
    Weit in Wassers Tiefen sinnt.

    Und im Gleiten sanfter Wellen
    Durch der hohen Gräser Wehn,
    Lass im Geheimnis ich dich hören
    Des edlen Hirschen sachtes Gehn;

    Seh dich weltentrückt verzaubert,
    Dunkel summend voll Genuss,
    Wie du in des Wassers Gleißen
    Eintauchst deinen nackten Fuß.

    Schaust du unterm Rund des Mondes
    Silberglast auf Teiches Weiten,
    Werden Jahre dir Sekunden,
    Ein Wimpernschlag dir Ewigkeiten.“

    Also raunt‘ der Wald beschwörend,
    Wölbend über mich sein Grün;
    Ich schlug in den Wind sein Flehen,
    Sollt lachend in die Felder ziehn.

    Selbst wenn heut ich wiederkehrte
    – unverständig nun und alt …
    Wo bist, Kindheit, du geblieben,
    All dein Zauber und dein Wald ?

     

    Traducere de Alfred W. Tüting